„Nichts wird die Chance auf ein Überleben auf der Erde so steigern wie der Schritt zur vegetarischen Ernährung“ (Albert Einstein)

Sehr geehrte Leserschaft,

es ist schrecklich! Ich bin jetzt vegetarisch. Oh Gott.

Ich habe am vorigen Sonntag mein letztes BLT-Sandwich gegessen und seitdem versuche ich einfach nur tapfer zu sein. Und ich sehe dem Göttergatten und dem Thronfolger mit großen Augen beim Fleischessen zu.

Heute Nachmittag werde ich in einen Bio-Markt fahren und mir Vegetarier-Sachen kaufen. Zum Grillen und so. Was essen denn Vegetarier und Vegetarierinnen den ganzen Tag? Ich bin kreuzunglücklich.

Aber es musste ja sein…

Fräulein Pizza! Zur Belohnung habe ich mir die größte Pizza meines Lebens bestellt! Curry-Spinat! Vom Göttergatten wurde ich milde belächelt, der verputzte schon viel größere Pizzen…

… Massentierhaltungsscheiße hört erst auf, wenn wir aufhören das zu kaufen. Also los! Oder: Stop! Je nachdem.

Ich werde jetzt meine vegane Freundin anrufen und mir Mut zusprechen lassen, von jemandem, der noch weniger essen darf als ich (ich bin ja nur vegetarisch…).

Grrr. Nur der Anrufbeantworter! Grrrr. Was ist das eigentlich für ein bescheuerter Name: „Anrufbeantworter“?! Pff!

Das ich nicht lache!! Diese Maschine beantwortet keine meiner Fragen! Die notiert doch bestenfalls. Besser wäre „Anrufnotierer“ oder „Anrufaufzeichner“ oder „Nachrichtenentgegennehmer“, kurz N-E-N.

Gut. Das musste mal geklärt werden.

Durchatmen. Was mache ich denn jetzt?

Stunden später. Die vegane Freundin ruft einfach nicht zurück. Das wird ein Nachspiel haben!

Ich mache mich mit dem Thronfolger auf den Weg in das Land der Bio-Supermärkte, um vegetarisches Grillgut zu erlangen. Und noch ein paar Dinge zu kaufen, die schmecken, nicht dick machen und in deren Herstellungsprozess kein Lebewesen gequält wurde. Nur ich bin gequält. Und an der Bio-Supermarkt-Kasse muss ich fast weinen, so teuer ist das alles. Puh.

Währenddessen habe ich auch noch so einen blöden Ohrwurm im Ohr, der mir neulich auf YouTube über den Weg gelaufen ist:

Es ist mir schon oft aufgefallen, dass die meisten Männer anders denken als Albert Einstein und ich. Also: unlogisch denken.

Ich will ja jetzt keinen Streit anfangen und auch nicht missionieren. ABER: Massentierhaltung ist ethisch, ökologisch und gesundheitlich schlecht. Ich liebe Fleisch. Mir schießen jedes Mal Tränen in die Augen, wenn ich an brutzelnden Bacon in der Pfanne denke. Allein schon der Duft!

Aber man kann doch nicht so kurzsichtig agieren.

Wenn ich jedem und jeder eine reinhauen würde, immer dann wenn ich mir das wünsche… Moment, jetzt muss ich gerade mal pausieren und dümmlich grinsend eine gedankliche Parade an mir vorüberziehen lassen, in der ich mich ziemlich viel und ziemlich ausgelassen mit ziemlich blöden Leuten prügele…

… dann hätte das langfristig sehr negative Konsequenzen für mich und andere. Deshalb mache ich das nicht. Nur deshalb.

Unsere Art der „Fleischproduktion“, die hat sehr negative Konsequenzen. Also Schluss damit. Ist doch logisch, oder?

Ich geh jetzt noch ein bisschen heulen.

Und dann tröste ich mich mit einem Glas Mandelmus.

P.S.: die liebevolle vegane Freundin hat schließlich doch zurück gerufen. Alles ist gut. Ich bin einfach gerade auf Entzug und leicht reizbar. Sie hat mir sogar angeboten, dass wir mal zusammen kochen, damit ich sehe, dass es tatsächlich geht.

Alles wird gut! Und am Sonntag grille ich „Vegan Cowgirl-Steaks“, die liegen schon im Kühlschrank bereit.

Yippie-ya-yeah Schweinebacke!

Und jetzt wird in den Mai gefeiert!

Mit freundlichen Grüßen

Fräulein Bork

„Ungelegte Eier geben ungewisse Küchlein.“ (Sprichwort)

Sehr geehrte Leserschaft,

es geht nun mit Riesensprüngen auf Ostern zu. Dementsprechend haben wir am Wochenende eine Eierspeise nach der anderen verspeist, denn ich will heute mit dem Thronfolger Eier bemalen.

Der Göttergatte hat heldenhaft bereits 12 Eier ausgepustet – ohne dass ihm auch nur ein bisschen schwindelig wurde. Das kommt, weil er so viel Fahrrad fährt.

Da ist das endlich auch in unserem Haushalt mal praktisch anwendbar!

Ich kann es kaum erwarten, dass mein Sohn aus dem Kindergarten kommt und wir gemeinsam total harmonisch die Oster-Deko herstellen. Ich habe sehr viele schöne Erinnerungen an die bemalten Eier meiner Kindheit. Da war die Welt verdammt nochmal noch in Ordnung!

Am Küchentisch meiner Tante habe ich hingebungsvolle Ostermotive auf frisch gelegte Eier gepinselt und später begann ich auch, komplizierte Muster in die Schalen zu schnitzen. Ich hatte sogar in Erwägung gezogen, einmal meinen Lebensunterhalt damit zu verdienen.

Ich war jung und brauchte kein Geld.

Zurück zum hier und jetzt: Was mich stört, sind die Stempel auf den Eiern. Als Kind musste ich mich nie damit herumschlagen…

Der Stempel auf dem Ei: informativ aber ästhetisch völlig ungenügend.

Ich frage das Internet, wie man den Stempel los wird. Es sagt: Schmutzradierer, Nagellackentferner, Essig. Es sagt: Das wird schon.

Ok.

Essig hat bei mir am besten funktioniert. Dafür riechen meine Hände jetzt nach Salatbar.

Ich hole den Kleinen ab und präsentiere total stolz meine Eier. Ich sage: „Wir zünden jetzt Deine Wachsmalstifte an und bemalen damit diese Eier!“ Der Thronfolger bricht in Tränen aus: „Nicht meine Wachsmalstifte anzünden!“

Mist, das hätte ich vielleicht anders formulieren sollen…

Mit mütterlicher Fürsorge habe ich dann doch noch alles über die Bühne bekommen und das Ergebnis kann sich sehen lassen:

Unsere Eier mit Wachsmalkreide-Tupfen – Schön!

Dann habe ich einen Bericht über die Hühner-Ei-Gewinnung gesehen und aller Stolz wich dem Gefühl, dass Blut an meinen Händen klebt – auch wenn ich Bio-Freiland-Eier gekauft habe. Weil diese Betriebe einfach nicht so aussehen wie in der Reklame.

Na toll.

Die geneigte Leserschaft googelt das bitte selbstständig.

Was soll man denn nur heutzutage noch machen? Am sinnvollsten scheint es zu sein, selbst ein paar Hühner zu halten aber der Göttergatte ist demgegenüber so rein gar nicht aufgeschlossen.

Ich wäre absolut entzückt! Ich würde die Hühner „Schneeflöckchen“ und „Bingo“ nennen.

Ach.

Fällt mir denn nichts anderes ein, was man außer Eiern als Oster-Deko-Mittelpunkt verwenden könnte? Nicht leicht. Eier sind schon einfach ganz schön toll. So schlicht und formschön. Liegen gut in der Hand und lassen sich prima verzieren. Und diese tolle Symbolik!

Ich denke über vegane Alternativen nach, doch es fällt mir nicht leicht.

Vegane Alternative? Die Osteraubergine ist ein ganz schöner Brummer!

Vielleicht besser Orangen? Fühlt sich nicht richtig an.

Und Kiwis sind irgendwie so haarig…

Doch mein Kind soll eine bessere Welt erben, also werde ich weiter experimentieren!

Zumindest so lange, bis der Göttergatte einsieht, dass wir unsere Pforten und Herzen öffnen sollten für Schneeflöckchen und Bingo.

Mit österlichen Grüßen,

Fräulein Bork

„7. Regel: Die Kämpfe dauern genau solange, wie sie dauern müssen.“ (aus dem Film Fight Club)

Sehr geehrte Leserschaft,

So sieht derzeit ein beispielhafter Tag in meinem glamourösen Leben aus:

Mein Thronfolger streicht mir sanft durchs Haar, während ich ihm die Schuhe zubinde und mein Herz quillt über, vor Mutterglück. Dann fängt er an, zu kichern…

„Was ist denn?“, frage ich voller Glamourösität. „Ich habe Dir gerade ganz viel Spucke ins Haar gemacht!“, der Thronfolger quiekt vor Begeisterung.

Ich kann seine Freude nicht teilen.

Ich bin stocksauer.

Und ziemlich angeekelt.

Als wir bald darauf gemeinsam zum Auto laufen, bin ich immer noch total sauer. „Aber Mama, Du kannst doch einfach damit aufhören. Sei einfach nicht mehr sauer!“, sagt der Thronfolger.

„Hmpf.“, sage ich.

Als wir endlich beim Kindergarten ankommen – schon wieder viel zu spät – bin ich sauer, weil wir schon wieder viel zu spät sind. Wir finden einen Parkplatz am Ende der Welt und mein 15-Kilo-Kind besteht darauf, getragen zu werden. Ich nehme den Thronfolger stattdessen beherzt an die Hand und gehe schleunigen Schrittes Richtung KiTa, was den Kleinen rasch in den Laufschritt versetzt. „Mammmaaaaa! Sei nicht mehr sauer! Du musst nicht sauer sein, wenn Du nicht willst!“

Woher, um alles in der Welt, hat mein Kind solche Sprüche?!

Hab ich ihm das am Ende selbst erzählt? Was denke ich mir dabei?

Er hört sich an, wie so ein Emotions-Coach auf YouTube.

Ich liefere den Thronfolger in seiner „Glühwürmchengruppe“ ab, fahre nach Hause und esse zur Strafe alle seine Dinkel-Öko-Kekse und alle Bio-Früchteriegel auf.

Ha!

Fräulein Krümelmonster versucht, Ruhe zu bewahren!

Der Thronfolger testet gerade seine Grenzen aus, daher streiten wir momentan recht viel. Das ist für ihn ein ganz normaler Entwicklungsschritt. Für mich ist es einfach die Hölle.

Ich bin ein harmoniebedachter Mensch und ich nehme meine Erziehungspflichten sehr ernst. Außerdem liebe ich mein Kind inniglich.

Ich erwarte jetzt von einem Kleinkind keine Lobeshymnen, aber ich will natürlich auch nicht behandelt werden wie ein Fußabtreter.

Wo wir auch hinkommen, höre ich, wie offen, wortgewandt, mutig und propper, mein Sohn ist und was für ein strahlendes Lächeln er hat. Stimmt auch alles.

Aber zuhause ist es ein einziger Kampf. Das Schlimme daran: ich bin größer und stärker und ich habe fast immer Recht – aber ich darf nur auf intellektueller Ebene kämpfen (obwohl das ganze Adrenalin regelmäßig in mir aufsteigt) und die intellektuelle Ebene teile ich mit einem 2-Jährigen!

Grrrrrrrr!

Beständig und geduldig erkläre ich dem Thronfolger immer wieder die Grundsätze des sozialen Miteinanders:

  • deine Spucke ist nur in deinem eigenen Mund gut.

  • Popeln darfst du nur, wenn dich keiner sieht

  • was in Deiner Windel landet, muss in deiner Windel bleiben und darf nicht angefasst werden. Auch nicht, um es mir zu zeigen.

… und so weiter.

Ich hatte in meiner Geschichte als Mutter auch schon schlimmere Dinge im Haar als Spucke.

Trotzdem! Manchmal werde ich einfach so wütend, dass ich am liebsten das gesamte Mobiliar zertrümmern würde. Aber das hat ja alles Geld gekostet, also reiße ich mich zusammen.

Jedoch: Aufgestaute Wut tut auf Dauer keinem gut!

Fräulein Bork hat ganz viel Wut im Bauch – Grrrrr.

Jetzt kann man sich als Familienmutter nicht so viel Radikalität erlauben, wie das ein Single Mitte 20 durchziehen kann.

Daher besinne ich mich schließlich doch auf die weisen Ratschläge meines Sohnemanns: Ich könnte ja auch einfach aufhören, sauer zu sein. Das hat ja schon Shakespeare geschrieben: „Denn an sich ist nichts weder gut noch böse; das Denken macht es erst dazu.“ (aus: Hamlet).

Man kann im Grunde selbst entscheiden, wie sehr man sich aufreibt, wie man die Geschehnisse des Tages bewertet. Das ist dann keine unterdrückte Wut, sondern die Wut ist sozusagen abbestellt.

Die verpufft dann eben einfach so. Die wird nicht mehr gebraucht.

„In Wirklichkeit ist es so, dass jeder Mensch seine Gefühle selbst hervorruft. […] Ein Gefühl besteht […] aus drei Teilen:

A aus der Situation

B Ihren bewertenden Gedanken über die Situation und

C Ihrem Gefühl und Handeln

Wie Sie sich fühlen, hängt also nicht von der Situation oder Ihren Mitmenschen ab, sondern davon, was Sie über die Situation oder Ihre Mitmenschen denken.“

(Dr. Doris Wolf, Diplom-Psychologin, den ganzen Artikel kann man hier nachlesen.)

Letztendlich sind es ja auch meistens gar nicht so große Dinge über die man sich aufregt.

Und oft ist es auch so eine Potenzierung, die da stattfindet: zu wenig geschlafen, falsche Hoffnungen, was den Verlauf des Morgens angeht, Gehetze und Geheize zum ersten Termin des Tages und im Hinterkopf hat man noch so einen Satz, den gestern jemand gesagt hat und der einem immer noch irgendwie blöd nachhängt… Eine Hilfe wäre es sicherlich schon, wenn man jeden Moment für sich genommen bewerten würde.

Und im nächsten Schritt bekommt man es vielleicht wirklich hin, nicht so sehr zum Spielball der eigenen Gefühle/Gedanken zu werden, sondern einfach zu beschließen: Ich bin jetzt nicht mehr schlecht gelaunt. Ich ziehe zwar Konsequenzen, treffe Vorbereitungen, usw. aber ich lasse mir nicht durch einzelne Vorkommnisse den ganzen Tag versauen!

Als ich den Thronfolger später wieder abhole, schaut er mich prüfend an: „Du hast mich lieb.“, stellt er fest. „Stimmt.“, stimme ich zu. „Und Mama, ich habe dich auch lieb.“, sagt der Thronfolger. Und wieder quillt mein Herz über vor Mutterglück…

Na also, geht doch!

Mit freundlichen Grüßen

Fräulein Bork

P.S.: Eine weitere Methode, um glücklich zu werden, stelle ich in meinem neuen Video vor:

Dankbarkeit ist der heiße Scheiß! Schnell anschauen!

„Der Schlüssel zum Scheitern ist der Versuch, es allen recht zu machen.“ (Bill Cosby)

Sehr geehrte Leserschaft,

„Wir müssen reden.“, sage ich zu den Glücks-Socken.

Die Glücks-Socken liegen immer noch in der Ecke, in die ich sie, gestern Nacht vor dem Zubettgehen, warf. Sie wirken zerknirscht.

„Das lief ja gestern nicht so optimal.“, fahre ich fort, „um ehrlich zu sein: das war ein totaler Scheiß-Tag.“. Die Glücks-Socken bleiben stumm. Und was soll man auch dazu sagen? Sie wissen es, ich weiß es: als Glücks-Socken haben sie ausgedient!

Ich bekomme oft Probleme, weil ich versuche, es allen recht zu machen. Und so sehr ich intellektuell weiß, dass das nicht möglich ist, so unnachgiebig spornt mich mein Bauchgefühl an, es trotzdem zu versuchen.

Es endet aber regelmäßig im Desaster.

Regelmäßig.

Desaster!

Als Frau bin ich dafür anfälliger als männliche Mitmenschen. Das ist auch so ein Erziehungsding.

Aber trotzdem habe ich ja die Verantwortung für mich. Und ich bin jetzt schon groß – also höchste Zeit, das Ganze irgendwie aus dem System zu bekommen!

Experten empfehlen:

  • Nicht immer gleich antworten – vorher kurz nachdenken: Kann ich das wirklich schaffen, was ich zusage? Oder will ich nur gerne, das es klappt? Der Tag hat nämlich nur diese mickrigen 24 Stunden, die sowieso schon hinten und vorne nicht reichen!

  • Oder auch: Will ich das wirklich, oder mach ich das nur XY zuliebe? Man kann auch gerne mal jemandem einen Gefallen tun, aber dann klarstellen: „Ich mache das jetzt für Dich, weil Du mich darum bittest.“ oft merkt der/die andere gar nicht, dass er/sie uns strapaziert.

  • Auch ab und zu mal kommunizieren: „Ich mache das, weil ich das Gefühl habe, dass Dir das wichtig ist“ und – ganz wichtig – einmal nachfragen: „Ist das so?“ Oft bemüht man sich nämlich aneinander vorbei und hinterher ist keiner so richtig zufrieden.

Fräulein Bork surft auf der Welle der vermeindlichen Pflichterfüllung! (Hintergrund-Foto von Francesco Canu)

Im Grunde habe ich wahnsinnige Angst davor, andere zu enttäuschen und manövriere mich dadurch immer wieder in einen wahnsinnigen Stress, indem ich versuche, alles möglich zu machen, von dem ich glaube, dass andere es erwarten.

Irgendwie kontraproduktiv, weil ich damit auch eine gewisse Erwartungshaltung schüre.

Und dann surfe ich quasi so auf einer Welle der Dinge, die zu erledigen sind, und wackle so hin und her und bin selbst total beeindruckt, was ich alles hinkriege – bis ich einen Bauchplatscher mache, mal spektakulär, mal eher so im Stillen.

Wenn ich jetzt darüber nachdenke habe ich den Glücks-Socken da vielleicht auch zu viel aufgebürdet. Die haben ja auch nur begrenzte Macht.

Ich denke, ich sollte ihnen vielleicht noch eine Chance geben.

Im folgenden Video sieht man unsere Diskussionsrunde, von Mensch zu Socke…

Mit freundlichen Grüßen

Fräulein Bork

„Beim Training Bio-blümchen küssen…“ (Vorsatzomat.ch)

Sehr geehrte Leserschaft,

es gibt für alles und jeden kleine Helferlein im Internet.

Das ist fantastisch! Wer noch keine stimmigen Vorsätze für das Neue Jahr gefasst hat oder wer sich einfach blöd dabei vorkam, schon wieder unter dem Feuerwerk zu sagen: „Ich will unbedingt mehr Sport machen und nicht mehr so viel Stress haben!“, der kann sich beim Vorsatzomat.ch noch ein paar originelle Ideen abholen, dort lassen sich nämlich die guten Vorsätze automatisch generieren. Wie zum Beispiel der obige Vorsatz.

Das Jahr ist schließlich noch blütenfrisch, noch können wir alles sein, alles machen und werden!

Etwa „Öfters ulkige Experten necken!“ oder auch: „Wöchentlich Premium-Yuppies schlucken!“.

Ich blinzele noch etwas unbeholfen in das Neue Jahr hinein.

Ich habe noch nicht annähernd genug Kaffee getrunken und gleich ist schon wieder Schlafenszeit.

Ich habe mir aber drei tolle Sachen für das Neue Jahr vorgenommen!

Und damit ich mich das ganze Jahr daran erinnere und nicht nur in der ersten Januarwoche, habe ich mir drei symbolhafte Gegenstände aus meinem Arbeitszimmer gesucht, die von nun an als Stellvertreter und Mahnmale fungieren sollen.

Hoffentlich werden sie irgendwann sogar Trophäen sein, wenn ich endlich gelernt habe, wie man das macht, was ich mir als Ziel gesetzt habe…

Mehr Nachsicht! Das wird mir wirklich schwer fallen…

1. Nachsicht

Ich werde nämlich total oft sauer auf mich und andere. Ich bin gelegentlich grundlos perfektionistisch und stehe mir dadurch oft selbst im Weg oder ich verausgabe mich über die Maßen, um meinen Erwartungen an mich selbst gerecht zu werden.

Wenn ich dann im Kontrast sehe wie gedankenlos manche Menschen durchs Leben kurven oder wie manche nicht für zwei Pfennig versuchen, sich in Ihr Gegenüber mal hinein zu versetzten, dann werde ich unsagbar wütend.

Manchmal bringt mich das Verhalten anderer so zur Weißglut, dass ich nicht einschlafen kann.

Ich brauche aber meinen Schlaf. Ich möchte lernen, nachsichtig zu sein und mich nicht mehr so aufzuregen. „Ist das gerade Absicht oder Unvermögen?“ werde ich mich öfter fragen und: „Kommt gerade wirklich jemand zu Schaden, oder kann ich das auf sich beruhen lassen?“. Genauso eine berechtigte Frage: „Ist es notwendig, dass das perfekt ist?“

Dieser komische Vogel hat sie: die komplette Übersicht!

2. Übersicht

An anderen Tagen wächst mir einfach alles über den Kopf und ich verliere die Übersicht. „Was ist jetzt wirklich wichtig?“, möchte ich mich öfter fragen.

Außerdem möchte ich mehr Grundordnung in mein kreatives Chaos bringen und herausfinden, was ich wirklich brauche. Ich habe eventuell zu viel Zeug.

Ich habe mit ziemlicher Sicherheit zu viel Zeug.

Ich kann schwer loslassen.

Mehr Zuversicht: So entspannt möchte ich gerne des Öfteren Aussehen!

3. Zuversicht

Ich bin einfach oft so angespannt!

Himmel! Ich möchte mir viel lieber ganz ernsthaft die Frage stellen: „Was ist denn das Schlimmste, was passieren kann?“ Und oft merkt man: eigentlich ist die Situation gar nicht so bedrohlich, dass man dermaßen in Stress geraten müsste. Ich möchte dem Neuen Jahr mit mehr Zuversicht und Gelassenheit begegnen.

So weit, so gut.

Und alle, die wie ich das Jahr 2015 langsam angehen lassen, und die dementsprechend noch keine Marzipan-Glücksschweinchen für Freunde und Verwandte gekauft haben, können jetzt hier mal etwas mit mir ausprobieren: Im folgenden Video zeige ich nämlich, wie man Neujahrsbrotringe zum Verschenken anfertigt. Eine ziemlich klebrige Angelegenheit. Außerdem stelle ich mein neues Musikinstrument vor!

(Wer hier kein Video sieht, muss auf www.kopflichter.de wechseln)

Mit fulminanten Grüßen

Fräulein Bork